Donnerstag, 6.7.2017, 20:15 Uhr

Johannes von Moltke, Ann Arbor

Ein politischer Lubitsch Touch? NINOTCHKA zwischen Exil und kaltem Krieg

„Stalin won’t like it“, resümierte der Filmkritiker der New York Times in seiner Rezension von NINOTCHKA. Seinen amerikanischen Lesern allerdings empfahl er den Film als eine der „schwungvollsten Komödien des Jahres“. Deren amerikanischer Antikommunismus speist sich aus dem Zusammenwirken einer bunt gemischten Truppe von Exilanten und internationalen Hollywoodstars aus Schweden, Deutschland, Österreich, Ungarn: ein melting pot, aus dem Lubitsch mit dem ihm eigenen „touch“ Politik als Komödie zaubert.

Johannes von Moltke ist Professor für German Studies und Screen Arts and Cultures an der University of Michigan, wo er zu Filmgeschichte und -theorie lehrt und forscht. Zuletzt erschien „The Curious Humanist: Siegfried Kracauer in America“ (2016).


Film:

NINOTCHKA, USA, 1939, 110 Min.

 

Goethe-Universität Deutsches Filmmuseum Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ an der Goethe-Universität Frankfurt am Main